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Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen. (Aristoteles)


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 Schatten über Amakna (RPG)

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Moria
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BeitragThema: Schatten über Amakna (RPG)   Di 20 Jan 2009, 00:02

Es war ein schöner Sommermorgen, die Grillen zirpten und alles schien friedlich in Incarnam. Doch selbst um diese frühe Stunde war eine junge Ecaflip schon wach. Sie hatte goldbraunes Fell und rotviolettes Haar und war endlich alt genug, in die Welt hinauszuziehen. Wie sehr hatte sie sich darauf schon gefreut! Bereits am vorigen Abend hatte sie alles Notwendige gepackt, das Schwert war sicher am Gurt befestigt und sie selbst war voller Tatendrang. "Vergiss das Brot nicht!" rief ihr Vater noch hinterher, doch sie hatte schon mehr als genug Brötchen in ihrem Rucksack verstaut. Sie stieg in den Ballon und auf ging es nach Astrub, ihr erstes Ziel auf der Reise. Sie war so gespannt, was sie dort erwarten würde und welche Gefahren wohl in den Wäldern lauerten. Doch auf all dies blickte sie auch mit einer gewissen Freude, denn endlich konnte sie tun und lassen, was sie wollte.
Als sie endlich wieder auf festem Boden stand, atmete sie tief ein, denn es war der Duft der Freiheit, der sie lockte. Alles war so neu und aufregend, dass sie gar nicht wusste, wohin sie zuerst gehen sollte. Doch sie hörte schon heiteres Gelächter aus einer nahegelegenen Taverne, also beschloss sie, sich dorthin zu begeben. Vielleicht würde sie ja dort einige gute Informationen bekommen, was hier in der Gegend zu beachten war.
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Emme
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Di 20 Jan 2009, 23:41

"Nochmal 7 Dracosteaks, aber diesmal RICHTIG blutig", rief die spitzohrige Sacrieuse vom hintersten Tisch quer durch den Raum dem wabbelbäuchigem Zwerg hinter der Theke zu. Er musste Trools unter seinen Vorfahren gehabt haben, so langsam und begriffsstutzig wie er war. Genervt trommelte sie mit ihren blutverschmierten Händen auf der ramponierten Tischplatte herum. Ihr Magen knurrte fürchterlich, sie hatte heute morgen nur 24 Vollkornbrote bekommen...höchstens...davon wird ja nicht mal ein winziger Xelor satt.
Mit einem leisen Seufzer hievte sie ihre Füße auf den Tisch, lehnte sich zurück und spielte ungeduldig an ihrem langen schwarzen Zopf.
Aus den Augenwinkeln sah sie den jungen Eniripsa, der die Gäste der Taverne mit Getränken versorgte, flink zwischen den Tischen umherhuschen.
Als er ihrem Tisch zu nahe kam, konnte sie der Versuchung einfach nicht widerstehen, beherzt an seinen Flügen zu zupfen.
"Lass das Emme !" Der kleine Eni schlug ihr kräftig auf die vorwitzigen Finger, was bei Emme nur ein breites Grinsen hervorrief. Der Eniripsa rollte mit den Augen. "Dir gefällt das ja auch noch"
Emme wollte gerade um Nachschlag bitten, als eine junge Ecaflip, die etwas zögerlich die Taverne betrat, ihre Aufmerksamkeit weckte.
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Neth
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Mi 21 Jan 2009, 19:50

Der kleine Eni Chaps ging wieder hinter die Theke um noch einige Bier nachzuschenken und sich die Flügelchen wieder zu richten. "Immer diese Emme", murmelte er vor sich hin und strich sich sanft die Falten heraus.
"Emme!!! die Füße vom Tisch, wir sind hier nicht bei dir", schrie er, als er plötzlich die kleine Katze entdeckte. Er beachtete sie nicht, denn schließlich sollte sie hier ihr Geld lassen und nicht rumstreunen.
Die Steaks kamen aus der Küche und Chaps machte sich wieder auf den Weg eine Runde durch die Gäste zu drehen und Emme ihr Essen zu bringen, als ihm plötzlich was zwischen den Füßen umherhuschte: Die Katze.
Er stellte die Steaks bei Emme ab, nahm die Katze, setzte sie hin und ermahnte sie "entweder du bestellst was oder verlässt die Taverne, wir sind hier nicht die Wohlfahrt"
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Moria
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 23 Jan 2009, 10:33

Wow war das voll hier. Lachend wurden Krüge gehoben und leckere Köstlichkeiten verdrückt. Schon allein der Geruch von frisch gebratenem Fleisch ließ der jungen Ecaflip das Wasser im Munde zusammenlaufen. Sie schaute sich um, doch kaum ein Tisch war noch frei - außer die Sacrieuse dort drüben würde etwas Platz machen. Aber gerade vor solchen hatte ihr Vater sie gewarnt. "Pass mir bloß auf, Moria", hatte er gesagt, "es gibt viele wilde Kreaturen, aber kaum eine ist so blutrünstig wie so mancher Sacrieur. Sie lieben den Kampf, vor allem, wenn Blut fließt. Also fordere lieber keinen heraus!" Damals hatte sie das ganze als Märchen abgetan, doch wenn sie nun zu der Sacrieuse blickte, welche wild die Steaks verdrückte, bekam sie ein seltsames Gefühl im Bauch. Doch vielleicht war es auch nur ihr Magen, welcher beim Anblick der saftigen Mahlzeit knurrte. Sie schaute sich weiter um und trat ein wenig weiter in den Raum hinein. Der kleine Eniripsa hinter der Theke hatte alle Hände voll zu tun und es schien so, als würde er den Laden hier alleine schmeißen. Der arme Kerl. Doch zumindest konnte er die Verletzten versorgen, falls eine Schlägerei ausbrechen sollte. Oh ja, eine Schlägerei, das wollte sie unbedingt mal erleben. In Incarnam wurde sie immer im Nacken gepackt und davongezerrt, wenn es zu Streitigkeiten kam - an denen sie meist auch nicht gerade unbeteiligt war...
Die Taverne schien sich immer mehr zu füllen. Wenn sie sich nicht bald entscheiden würde, dann könnte sie selbst den letzten freien Stuhl vergessen. Moria seufzte einmal kurz durch und lief dann los. "Ist hier noch frei?" fragte sie, als sie am Tisch der Sacrieuse angekommen war. "Alle anderen Tische sind besetzt und auch an der Theke ist nichts mehr frei", versuchte sie sich freundlich den Platz zu erbetteln. Warum auch sollte sie ihr den Platz nicht geben, immerhin sagte sie die Wahrheit. Außerdem war Moria gespannt darauf, ob die Geschichten ihres Vaters wirklich stimmten.
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Emme
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 23 Jan 2009, 22:57

Über den Rand ihres riesigen Dracosteaks hinaus, sah Emme die kleine Ecaflip mit einem angestrengt entschlossenem Blick auf sie zulaufen. Entzückt legte sie das Steak zur Seite, wischte sich hastig die fettigen Hände an der blutverschmierten Hose ab und versuchte mehr oder weniger erfolgreich den vollkommen eingesauten Tisch zu säubern. Eine Mietzekatze! Aus Erzählungen von Bekannten wusste sie, dass Ecaflips geschätze Mitstreiter und gefürchtete Gegner im Kampf waren. Angeblich sollen sie sogar einen geheimnisvollen Zauber beherrschen, der Freunden mehr Zauberkraft und Bewegungsfreiheit verleiht. Emme hatte keine Ahnung, ob das Legenden oder Wirklichkeit war, sie fand die Kleine einfach nur hinreissend mit ihrem plüschigen Fell, das zum Kraulen regelrecht einlud.
Schwungvoll erhob sich Emme von ihrem Stuhl um der kleinen Eca etwas Platz zu machen, als diese erschrocken zusammenzuckte. "Oh bitte, setz dich doch" sagte Emme entschuldigend und grinste schief während sie sich leicht verlegen am Kopf kratzte....sie vergaß immer, dass sie wohl auf Fremde etwas furchteinflößend wirkte mit ihren blutverschmierten Armen und Klamotten.
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 23 Jan 2009, 23:09

Als Chuppa seine geliebte Geleehaube abnahm und seine roten Augen vor dem Badezimmerspiegel in seinem kleinen Gildenhäuschen rieb, fiel sein Blick auf das Paar Ohrringe, das sie hier vor einer Ewigkeit vergessen hatte. Goldene, große Ohrringe mit kleinen Korallenstücken, die gut zu ihrem dunkelblauen Haar passten. Er erinnerte sich daran, wie er ihr einmal Perlohrstecker geschenkt hatte, das war noch ganz am Anfang gewesen, und sie hatte gelächelt, ihr bezauberndes, ergreifendes, alles andere in den Schatten stellendes Lächeln, und hatte ihm dann liebevoll, aber bestimmt erklärt, dass Perlohrstecker etwas für... wie hatte sie das gesagt... ach ja: „ein Erkennungsmerkmal erzkonservativer, arroganter Enufrauen mit Möchtegern-Eleganz“ seien. Doch alleine dieses Lächeln, ihr Lächeln, war diese harsche Abfuhr wert gewesen, und er hatte es ebenso schnell wieder vergessen wie alles andere Negative, wenn er mit ihr zusammen gewesen war.
Genug, dachte sich Chuppa, während er ihre Ohrringe im untersten Fach seines Badezimmer-Schranks verschwinden ließ, genug, du hast jetzt fast 2 Jahre getrauert, geweint, die Türklingel ignoriert, also hör verdammt nochmal auf, an sie zu denken, und denk mal an dich. Er hob seinen Blick, der auf sein unrasiertes und vollbärtiges Gesicht fiel, mit den Ringen unter den Augen, welche die zahllosen schlaflosen Nächte hervorgerufen hatten, mit den harten, fast versteinerten Zügen und eben jenen blutunterlaufenen, roten Augen, deren Zustand durch das, was sie da im Spiegel betrachten mussten, nicht besser wurde.
Heute, hatte Chuppa sich gesagt, würde er dem Trauerspiel ein Ende setzen. Unreife junge Cramädchen würden ab jetzt für ihn tabu sein, generell wollte er mit Frauen nichts mehr zu tun haben. "FRAUEN SIND ES EINFACH NICHT WERT!". Chuppa bemerkte in seinem fast schon wahnhaften Ausbruch gar nicht, dass er den letzten Satz laut hinausgebrüllt hatte. Es spielte auch keine Rolle mehr, von nun an war er ein neuer Enu. Sein Tag war heute gekommen, die Frauenwelt würde ja sehen, was sie davon hatte. Wäre doch gelacht, wenn ein steinreicher alter Enu nicht dazu in der Lage wäre, junge und naive Mädchen aufzureissen und mit ihnen nach Belieben zu verfahren. Allerdings musste er zugeben, dass er in Sachen Charme etwas aus der Übung geraten war über die lange Zeit. "Am besten wäre es vielleicht, wenn ich mich erstmal in die Taverne von Astrub begebe", sagte Chuppa erneut laut vor sich hin, ohne es zu bemerken. "Schliesslich treibt sich dort das ganze Astrubsche Gesindel herum, da werde ich mein Glück als erstes versuchen". Sein diabolisches Grinsen, in dem Mitstreiter früherer Abenteuer stets einen Hauch von Wahnsinn auszumachen glaubten, mochte einfach nicht verfliegen. Freudig machte er sich auf den Weg nach Astrub in die nächstbeste Taverne. Was ihn da wohl erwartete?
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Luka
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Sa 24 Jan 2009, 14:35

Als Luka die Taverne Astrubs betrat hatte er das Gefühl von Hitze und Rauch erschlagen zu werden. Und einen freien Tisch gab es auch nirgends. Ein wenig ziellos schlenderte er durch den Raum auf der Suche nach Gesellschaft. In der Taverne waren zu dieser Uhrzeit fast nur Iops, und auf Armdrücken konnte er heute wirklich verzichten. Doch da war ein Tisch ohne Iops, da as nur eine Sacrieuse mehrere Steaks, und eine kleine Ecaflip stand daneben und sah der Sacrieuse beim Steakverschlingen zu. Die Ecaflip sah, genauso wie er, auch so aus als wär sie auch erst hinaus in die Welt geschickt worden. Kurzentschlossen steuerte er den Tisch an. "Ist da noch Platz? Ich bin neu hier und ...ähm... ich wollte hier erstmal etwas essen und Jemanden suchen der mir hilft.", sagte er zur Sacrieuse, die von Nahen noch furchteinflössender aussah.
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Neth
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Sa 24 Jan 2009, 15:38

Chaps beobachtete die Sacri etwas amüsiert, da er wusste wie sehr sie es hasste während des essens gestört zu werden.
Da auch er bemerkte wie sich die Luft langsam aber sicher immer verschlechterte öffnete er die Fenster. Die Iops schauten etwas mürrisch, trauten sich jedoch nichts zu sagen, da dies nunmal die einzige Taverne in Astrub war. Chaps mochte seinen Beruf, ihm war eine gewisse Immunität in Astrub gegeben. Daher musste er sich um recht wenig sorgen. Bis auf kleine Sticheleien blieb er auch bei Kneipenschlägereien meist verschont. Der Wind trug sowas wie "Frauen sind es einfach nicht wert" durch das offene Fenster. Etwas verwirrt blickte er in die Richtung wo er meinte sowas vernommen zu haben. Erkannte allerdings niemanden und widmete sich somit seiner Arbeit wieder. "Vllt kommt ja heute noch wer der mein Bier zu schätzen und meine Kasse zu füllen weiß" dachte er so bei sich.
Leicht grinsend ging er rüber an den Tisch von Emme und den zwei neuen. "Na Emme", sprach er vom anderen Tischende damit sie nicht wieder an die Flügelchen kam "neulich wieder jemanden verhauen? und wer sind die beiden da? kann ich euch auch was bringen?" fragte er und lies seinen blick über die beiden Neuankömmlinge schweifen.
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Luka
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Sa 24 Jan 2009, 16:01

Luka freute sich als der Wirt die Fenster öffnete um frische Luft hereinzulassen, wobei er sich ein Lachen verkneifen musste als er sah wie der kleine Eni sich erst vergebens nach der Klinke streckte um dann doch eine Leiter zu holen. Er nahm einen tiefen Zug frischer, reiner Luft als er sich an dieser fast verschluckte, er hatte nämlich auch ein leises "Frauen sind es nicht wert" gehört. "Bist du mein Gewissen? Oder hör ich schon Stimmen? Sitzt ein kleiner Mann in meinem Ohr?", fragte er sich. Ihm wurde zu spät klar, dass so ein Verhalten seltsamer war als eine leise Stimme im Wind. Bevor es noch peinlicher wurde bestellte er schnell ein Steak mit Sosse und Brot und merkte sich den Namen der Sacrieuse:Emme.
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Moria
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   So 25 Jan 2009, 15:04

Moria bedankte sich freundlich für das Angebot der Sacrieuse und setzte sich mit an den Tisch, als plötzlich ein Osamoda ankam und wenige Minuten der Eni von der Theke. 'Nicht alle auf einmal!' ging es ihr durch den Kopf, als alle plötzlich aufeinander einredeten. Sie war nicht einmal dazu gekommen, sich vorzustellen und dann würde man ihr deswegen bestimmt noch schlechtes Benehmen vorwerfen. "Was, wie? Setzen? Du? Was, Essen? Hääää?!" konnte sie gerade noch vor sich hinstammeln und strich sich dann voller Verwirrtheit über die Ohren. Sie sackte förmlich auf dem Stuhl in sich zusammen, ihre Ohren hingen ein wenig und sie sah so aus, als würde sie heute nichts mehr sagen. Es war hier einfach zu voll! Sie war zwar in Incarnam schon des Öfteren in einer Taverne gewesen, aber die war nie so überfüllt. Und genau in diesem Moment stolperte ein Iop vorbei in Richtung Theke und verschüttete sein Bier über Morias Fell. Das konnte sie ja nun gar nicht leiden. Sie stand auf, wodurch der Stuhl, auf dem sie eben noch gesessen hatte, umfiel und fauchte den Iop an. Doch dieser war schon so betrunken, dass er davon gar keine Notiz mehr nahm.
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Jovi
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 13 Feb 2009, 14:06

*...Eine dunkle Gestalt passierte die Taverne zu Astrub, aus der schon zu dieser frühen Tageszeit Lärm, Gestank und Hitze strömten. Diese Gestalt (vermutlich ein Mann) war komplett in Leinen gehüllt, sogar das Gesicht wurde von einer weiten, ausladenden Kaputze verhüllt. Es sah nach nicht viel mehr als einem wandelnden Kartoffelsack aus, was sich da von der Taverne abwandt und Richtung der Bank von Astrub wanderte. Der Besucher ging gebeugt, schwer auf einen Stecken gestützt, und sah auf seinem Weg niemanden an.

Allerdings war da etwas an dieser Gestalt, dass die rechtschaffenden Bürger von Astrub verunsicherte, ja ängstigte. Kleine Bälger, die mit einem Finger im Mund und großen fragenden Augen den Wanderer anstarrten, wurden fast panisch von ihren Müttern ins Haus geholt, Händler, die flotten Schrittes zwischen den Läden Astrubs ihren Geschäften nachgingen, mieden die Gestalt und nahmen sogar einen größeren Umweg, alte Opis, die um diese Zeit auf ihrer Lieblingsbank im Dorf von ihren vergangenen Abenteuer auf Schatzsuche erzählten, unterbrachen verstört ihre Erzählung, mühten sich ächzend auf und gingen wortlos ins Haus.

Ein kleiner Junge, der dorfweit bekannte Rowdy, begegnete seiner unnatürlichen Furcht wie immer - mit Trotz. Er warf ohne nachzudenken einen kleinen Stein nach der Gestalt, als wolle er sagen "Geh weg!" Böse starrte er mit zusammengekniffenen Augenbrauen dem kleinen Kiesel hinterher und musste erschrocken sehen, wie der Stein von der Figur abprallte, wie von einer unsichtbaren Barriere abgestoßen.

Der Wanderer drehte sich energisch zu dem Jungen um, wie von Ärger und Zorn getrieben. Es war schwer zu sagen, unter der Kaputze war nichts zu sehen. Von dem Trotz des kleinen Rowdy war nichts mehr übrig, völlig verängstigt und unfähig, sich zu bewegen, schaute er den Fremden an. Die Luft schien zu knistern. Und was war das? Konnte das möglich sein? Eine dunkle Wolke schien sich im Himmel zu bilden und dunkle Blitze zuckten in ihr von rechts nach links. Das konnte nicht sein!

Der Seltsame streckte seinen freien Arm nach dem Jungen aus, zeigte mit seiner im weitem Ärmel des Gewands nur zu erahnenden Hand auf ihn. Und plötzlich gingen die Haare des Bengels in Flammen auf. Ja, wahrhaftig, sie brannten! Lauthals schrie der Junge los und lief in Panik nach Hause, rief weinend nach seiner Mami. Das Hemd, das er trug, flatterte in seinem Lauf und zeigte auf seinem Rücken ein auffälliges Logo: "Go, Gelbling, go!"

Unter dem Gewand ertönte ein leises, schauerliches Lachen. Die Körpersprache des Fremden entspannte sich, die Illusion der Wolke verschwandt augenblicklich, er stütze sich wieder auf seinen Stecken und setzte seinen Weg durch dieses alberne kleine Dorf fort, in dem er nicht willkommen war, aber wo man ihm nichts konnte. Augenzeugen berichteten später, er habe an die Tür des merkwürdigen Hauses geklopft, gegenüber der Bank, in das nie jemand hinein oder hinaus ging. Anstatt dass man ihn einließ, habe es stattdessen von innen heraus "zurückgeklopft" (so formulierte es der alte Bert, der olle Schatzsucher mit dem Hörrohr). Alsbald habe sich die Gestalt dem Mülleimer neben der Hütte zugewandt, habe darin gestöbert, etwas gefunden, es kurz betrachtet und dann weggesteckt. Er wirkte zufrieden, so Bert, und sei danach zielstrebig durch das Südtor entschwunden. Als die Wachen des Tores ihm noch eingeschüchtert nachblickten, habe man in der Ferne ein eindringliches Zischen gehört, als hätte jemand einen Kopf mit brennendem Haupthaar in einen Kübel Wasser getaucht...*


(Ich grüße alle Mitglieder von DarkHope! Na, geht es euch gut? Smile Hier habt ihr einen Bösen, um den es sich drehen könnte, viel Spaß!)
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Neth
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 13 Feb 2009, 21:33

der kleine Wirt hört eine kreischende Stimme und dreht sich erschrocken um. Er sieht wie die kleine Katze da steht und den stolpernden Iop beschimpft. Als er bemerkt, dass sie recht hat packt ihn die Wut. Er nimmt das kleine Kätzchen am Kragen, setzt sie an der Theke ab und läuft zu Emme: "Hey, tu mir mal nen Gefallen, schmeiß das Gesindel hier raus, dann geht das nächste Steak auf mich!", dabei zum Iop und dem Tisch mit den Betrunkenen nickend. Daraufhin dreht er sich wieder Richtung Theke, packt seinen Putzlumpen und fährt der Katze mal die Schaumreste vom Rücken weg, stellt ihr eine Schale voll Wasser hin und einen Eisbecher. "Schreien tut hier außer mir niemand" sagt er mit einem leichten Grinsen, da er genau weiß wie sie sich fühlen muss, er kam hier auch das erste mal rein als er noch ziemlich jung war.
Plötzlich merkt er, wie ihm ein kalter Schauer über den Rücken fährt. Er hält kurz inne und dreht sich zum Fenster. "Wo kommen die dunklen Wolken her?" Als er daraufhin das Geschrei des Jungen wahrnimmt rennt er erschrocken raus, wirft dabei noch 2 Stühle um und bleibt erschrocken einige Meter vom Geschehen stehen.
Er sieht die in Leinen gehüllte Person und stolpert erstmal zurück. Kreidebleich und wankend bewegt er sich langsam zurück in die Taverne. Drinne angekommen setzt er sich ins Leere blickend auf den nächstfreien Stuhl. "Woher....woher... woher..." stammelt er...
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Moria
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Mo 16 Feb 2009, 22:14

Moria konnte gar nicht so schnell gucken, wie ihr geschah und schon hatte sie Wasser und Eis vor sich stehen. Was für eine Kombination, dabei hatte sie eher Appetit auf ein richtig gutes Steak gehabt. Doch darüber konnte sie nicht länger nachdenken, denn irgendetwas ließ es ihr eiskalt über den Rücken laufen und das war bestimmt kein Iop, der schon wieder Bier über ihr Fell verschüttete. Nein, es war etwas anderes. Als wäre es urplötzlich ganz kalt geworden, wie ein dunkles Omen. Erst das Geschrei des Jungen, welches so laut in die Taverne dröhnte, rief sie aus ihren Gedanken wach. Sie stand auf und wollte hinausstürmen um zu sehen, was geschah, doch in diesem Moment stolperte schon der Eni in den Raum zurück, völlig erstarrt, und sie konnte ihm gerade mal so noch ausweichen. Was war da draußen nur vor sich gegangen? Doch als sie endlich einen Blick hinaus werfen könnte, sah sie nur noch eine Menschenmasse, die völlig erstarrt in eine Richtung blickte - zum Südtor. Aber da war niemand mehr... Da hatte sie ihr Abenteuer, welches sie gesucht hatte. Dass es so schnell ging, hatte sie jedoch nicht erwartet. Moria ging zurück in die Taverne und hockte sich vor den Eniripsa, welcher noch immer vor sich herstammelte. Sie schaute ihm tief in die Augen, um keine Reaktion seinerseits zu verpassen und fragte ihn dann, wobei sie vorsichtig eine Hand auf sein Knie legte, was er gesehen hatte.
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Di 17 Feb 2009, 17:02

Auch Luka hörte das Geschrei des Jungen draussen und fragte sich, warum um diese Uhrzeit jemand unbedingt draussen herumplärren musste. Auch wenn er nicht so stark war wie ein Iop, traute er sich doch zu diesem kleinen Schreihals Benehmen beizubringen. "Und wenn er stärker ist als ich, dann setz ich ihm 'nen Fressi vor die Nase!", dachte er so bei sich als er die Taverne verlass (und somit leider auch seine neuen Freunde). "Wer weiss, vielleicht führt uns das Schicksal nochmal zusammen...?". Er hoffte es. Aber erstmal galt es, den Schreihals das Maul zu stopfen. Doch wo ist der Nervbolzen hingerannt? Fragend schaute er sich um und erblickte statt eines kleinen Jungen nur einen alten Enutrof. "Haben sie einen kleinen, schreienden Jungen gesehen?", fragte er den alten Mann.
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Fr 20 Feb 2009, 08:25

Ein junger Vagabund namens Shild, saß im Südosten des Städtchens Astrub auf einem Stein. Er hatte wie der Rest des Dorfes, den Tumult und plötzliche Aufziehen der Gewitterwolken und der Finsternis bemerkt. Doch er kümmerte sich nicht darum. Ihn konnte derartiges nicht ängstigen, denn er war Schildmagier und diese hatten ihn schon vor manch großer Gefahr erfolgreich geschützt. Darüber hinaus kannte er auch einige Zaubersprüche die Wolken und Gewitterstürme hervorrufen konnten, bei denen so manch schwach beseiteter allein durch deren Anblick die Flucht ergriffen hatte.

Doch plötzlich sah er in der Ferne eine von Kopf bis Fuß vermumte Gestalt in Richtung Südtor ziehen und es lief ihm ein Schauer über den Rücken, doch er konnte nicht aus machen wodurch. Angst verspührte er trotz des erschreckenden Aussehens nicht, selbst die scheinbar greifbare Dunkelheit die dieses Wesen zu umspielen schien ängstigte ihn nicht, doch was war es dann was dieses Gefühl in ihm weckte. Er stand auf und ging ein Stück näher in Richtung dieses Unbekannten, um ihn besser ausmachen zu können.

Nachdem er ein paar Schritte getan hatte erstarte er wie vom Blitz getroffen. Könnte es sein? War es wirklich möglich, dass er ihm hier im nichts, in einem kleinen Dorf in dem nichts aufregendes passierte, dass nur eine Durchzugspunkt für manchen verirrten Abenteuer oder Neuankömmling war begegnete. Den, wegen der Legenden die sich um ihn rankten, er vor noch gar nicht so langer Zeit sein zu Hause verließ, um ihm einerseits nach zu eifern und andererseits zu zeigen was es wirklich bedeutet mit Schildmagie um zu gehen und sie nicht für Zerstörung und Eigennutzen zu verwenden sondern um sich und mögliche Gefährten vor Gefahren zu schützen. Er musste es sein, er folgte ihm aber nicht, denn er wusste er würde ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Stirn bieten können.

Er war schon stark genug für so manche Gefahr jedoch hatte er auch schon einige Niederlagen einstecken müssen und deshalb hühtete er sich ihm zu folgen, er wusste seine Zeit würde kommen, die Zeit wo er stark genug sein würde um ihm entweder die Stirn zu bieten oder gar ihn dazu zu bringen ein neues Leben zu beginnen und statt Zerstörung und Furcht, Schutz und Hilfe unter die Bevölkerung zu bringen.

Shild packte seinen Rucksack wieder ein und machte sich auf den Weg zur nächstgelegnen Schänke nachdem ihm durch diese Begegnung ein Kloss ihm Hals steckte, welcher durch einen Krug Bier und ein saftiges Steak sicher verschwinden würde.

Als er dort ankam musste er leider feststellen das kein Platz mehr frei war.
Ein sichtlich betrunkener Iop wurde gerade von einer zwar blutrünstig aussehenden Sacrieuse, deren Augen aber auch Gühte und Freundlichkeit wiederspiegelten, des Lokals verwiesen. Da sah er doch einen freien Platz sogar 3, doch er setzte sich lieber auf den Einzeltisch des gerade verwiesenen Iop nicht weil er keine Gesellschaft mochte, nur weil er niemanden kannte und durch seine bisher eisame Reise das allein sein gewöhnt war.

So setzte er sich an dessen Tisch und wartete um etwas zu bestellen. Der Kellner war jedoch beschäftigt, er sprach gerade mit einer Ecaflip, deshalb bestellte er beim Wirten direkt, um seine Kehle und seinen Bauch füllen zu können.
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Jovi
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BeitragThema: Re: Schatten über Amakna (RPG)   Sa 28 Feb 2009, 14:54

...Suiram lugte hinter einem kräftigen Baumstamm hervor. Er befand sich am östlichen Rand des Astaknydenwaldes, einem Wald, in dem die Bäume das Laufen gelernt hatten und kleine fiese Spinnen nach einem warfen. Was machte er hier? Niemand, der bei Sinnen war, ging freiwiliig in die Nähe dieses verfluchten Ortes. Vielleicht war er ja nicht bei Sinnen?

Suiram reckte sich noch etwas mehr hervor, um besser hinter dem Baum hervor sehen zu können. Er war ein Bettler gewesen in dieser kleinem Dorf, das sich Astrub nannte. Er saß häufig völlig betrunken gegen irgendwelche Wände gelehnt auf dem Boden, und lallte jedem, der unvernünftig genug war, in seiner Nähe stehen zu bleiben, irgendwelche Horrorgeschichten zu. Geschichten voller Leid und Verlust. Einmal beim Erzählen, hörte er nicht mehr auf, er musste diese Geschichten zuende bringen, auch wenn schon längst niemand mehr zuhörte. Was er sich nie eingestand war, dass er in Wahrheit diese Geschichte nie zuende gebracht hatte...

Er war auch an jenem Tag dabei gewesen, als ein schrecklicher verhüllter Wanderer durch das Dorf kam, hatte mit vor Schreck aufgerissenen Augen beobachtet, wie diese Gestalt dem armen Rowdy die Haare verbrannte, hatte all das Unnatürliche gespürt. Natürlich hatte ihn auch diesmal niemand bemerkt, niemals beachtete man ihn, das war quasi seine Stärke. Er hatte zu diesem Zeitpunkt die Hände über die Ohren geschlagen, sich verstört abgewendet von dieser Gestalt, er hatte heftig die Augen geschlossen und gleichzeitig seine leere Weinkaraffe angebettelt um etwas mehr Wein. Die Anwesenheit des finsteren Wanderers war nur schwer zu ertragen gewesen.

Und doch stand er nun hier, lugte hinter dem Baum hervor und beobachtete die gebeugte, schwer auf seinen Stecken gestützte Gestalt, wie sie im Begriff war, den Saum des Astaknydenwaldes zu betreten. Warum war Suiram ihm gefolgt? Dieser Mann bedeutete Tod, bedeutete Elend, bedeutete Leid. Aber er konnte seinen Blick nicht von dem Mann lassen (war es überhaupt ein Mann?).

Der Vermummte hielt in seinem Schritt inne, reckte seinen Körper ein wenig in die Höhe und schien angestrengt zu lauschen. Suiram hielt erschrocken den Atem an und drückte sich fest gegen den Baumstamm. Er durfte ihn nicht sehen, bitte nicht, er durfte ihn nicht sehen. Die Leinen strafften sich und einen Augenblick schien es als wandte sich der Verhüllte dem Baumstamm zu, hinter dem sich Suiram versteckte. Doch der Moment verstrich und er beugte sich wieder über seinen Stecken, setzte seinen Weg in den verwunschenen Wald fort, verschwand zwischen den Bäumen.

Suiram sank entkräftet und verzweifelt am Stamm hinunter auf den Boden. Was zum Teufel machte er hier? Er verstand es nicht. Er hätte gerade in der zum Bersten gefüllten Gaststätte zu Astrub sein können, dort hätte er eine gute Zeit gehabt, hätte vllt sogar hier und da für ein paar Geschichten aus der guten alten Zeit ein paar Münzen ergattert. Stattdessen war er nun hier und tat sich dieses.. Grauen an, immer und immer wieder.

Er stand auf und hörte die Stimmen. Sie flüsterten zu ihm, riefen leise und auffordend seinen Namen. Er schüttelte sie ab, wie er es immer tat, es klappte ja schließlich und sie hörten sofort auf. Er brachte sie zum Schweigen und ging... in den Wald hinein, dem Wanderer hinterher.


(Kommt schon Leute, hier muss etwas mehr Leben rein. Wink
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